Montag, 13. November 2017

Einigung an der HBK Braunschweig: Studierende beenden die Besetzung

Gemeinsame Presseerklärung der Präsidentin Vanessa Ohlraun und der Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig
Einigung an der HBK Braunschweig: Studierende beenden die Besetzung
Braunschweig, 13.11.2017
Nach vier Wochen Besetzung des Ateliergebäudes in der Blumenstraße einigten sich am vergangenen Freitag die Studierenden und die Präsidentin Vanessa Ohlraun auf einen Kompromiss. Bereits im Vorfeld hatte die Präsidentin einen bestehenden Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs zurückgenommen und damit ein wichtiges Zeichen gegenüber den Studierenden gesetzt. Vereinbart wurde eine Zwischenlösung, die die Nutzungszeiten des Gebäudes in der Blumenstraße und einiger Arbeitsräume am Hauptcampus auf täglich bis 24 Uhr verlängert.
Zudem sollen unter Teilnahme aller internen Interessengruppen an einem Runden Tisch langfristige Lösungen für eine konstruktive zukünftige Zusammenarbeit an der HBK erarbeitet werden. Mit dieser Einigung erklären die Studierenden die Besetzung am Montag, den 13. November 2017, für beendet.
Parallel dazu arbeitet die Hochschulleitung zusammen mit den Lehrenden an einem rechtlich und finanziell umsetzbaren Konzept, das mittel- und langfristig erweiterte Nutzungsmöglichkeiten zulässt und die Studierbarkeit aller Studiengänge sichert.
Die Studierenden und Präsidentin teilen die Vision, die HBK zu einer herausragenden Kunsthochschule zu entwickeln. Die HBK Braunschweig soll auch in Zukunft ein attraktiver Studienstandort bleiben.
Die studentischen Gremien werden diesen Prozess kritisch begleiten. Ziel ist es, insgesamt die Kommunikation zwischen Verwaltung, Mitarbeitenden, Lehrenden und Studierenden weiter zu verbessern. Die Verbindung der eigenen künstlerischen/wissenschaftlichen Praxis mit gesellschaftlichen Diskursen und politischer Teilhabe innerhalb und außerhalb der Hochschule wird auch nach dem Ende der Besetzung für die Studierenden von Bedeutung bleiben.
Präsidentin Vanessa Ohlraun, Protest-Gruppe, StuPa, AStA

Donnerstag, 2. November 2017


LandesAStenKonferenz Niedersachsen solidarisiert sich mit Besetzung der Ateliers an der HBK Braunschweig


In ihrer Sitzung vom 27. Oktober hat sich die LandesAStenKonferenz Niedersachsen ohne Gegenstimmen entschlossen, sich mit der Besetzung der Ateliers der HBK Braunschweig in der Blumenstraße zu solidarisieren.
Die Räumlichkeiten sind seit inzwischen über zwei Wochen besetzt um gegen die plötzliche und willkürliche Änderung der Schließzeiten des Gebäudes im Speziellen und die Forcierung der Universitätsleitung die Kunsthochschule in einen durchökonomisierten Anstaltsbetrieb umzuwandeln im Allgemeinen zu protestieren.
Friedrich Paun von der Koordination der LandesAStenKonferenz erklärt: „Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit der Besetzung der Blumenstraße. Das Präsidium hat seine neoliberale Agenda zu lange auf Kosten der Studierenden und auch aller anderen Universitätsangehörigen durchgedrückt. Wir unterstützen die Forderung nach einem Runden Tisch und fordern die Universitätsleitung auf, endlich Vernunft anzunehmen.“ 

Mittwoch, 1. November 2017

DEMO für die Verbesserung der Studienbedingungen

_Reboot HBK_


Mittwoch 1.11.2017 – 12.00 Uhr

Weidenhof / Hauptcampus

HBK Braunschweig










"Liebe Kommilitonen,

bei der Besetzung der Blumenstraße geht es um viel mehr als die Interessen der Studierenden der Blumenstraße oder der Freien Kunst, es geht um die Studienbedingungen ALLER Studiengänge! Wir fordern kurzfristig Arbeitsräume für ALLE Studierenden ALLER Studiengänge und mittelfristig einen Runden Tisch, an dem die Bedingungen für ALLE – Studierende, Lehrende und Mitarbeiter – langfristig verbessert werden. Wir fordern einen Reboot der HbK! 

Um das der Hochschulleitung klar zu machen, ist eine studiengangsübergreifende, öffentlichkeitswirksame Aktion, an der sich ALLE beteiligen, nötig. In der Vollversammlung gestern wurde dafür eine Demonstration für morgen, Mittwoch den 1.11. geplant, die um 12:00 Uhr im Weidenhof vor der Mensa starten wird. Die Hochschulleitung muss begreifen, dass es mittlerweile in allen Studiengängen Probleme mit den Studienbedingungen gibt! Um das klar zu machen, müssen wir am Mittwoch als gesamte, fordernde Studierendenschaft auftreten und deutlich sichtbar werden! Darum rufen wir ALLE auf: Macht euch stark für eure Interessen, kommt alle zur Demonstration! Das sichtbare Fordern nach verbesserten Studienbedingungen in Form von hunderten Studierenden kann die Hochschulleitung nicht ignorieren!

Also kommt am Mittwoch Mittag ALLE in den Weidenhof, erzählt es ALLEN und bringt ALLE mit!

Zur Demo:
Gestaltet Plakate und Banner mit euren Forderungen und Wünschen, denn um diese geht es! Aber am wichtigsten ist, dass ihr da seid, damit wir klar zeigen, dass wir viele sind und dass wir alle JETZT eine bessere HbK wollen! Wir wollen unsere Interessen laut, deutlich und friedlich artikulieren.

REBOOT HBK!" – Kontakt:  hbkbs.de

Dienstag, 24. Oktober 2017

die nächste AStA Sitzung ist


am 25.10. um 11.00 UHR in der Blumenstraße.
Den Raum entnehmt ihr bitte der Notiz an der Eingangstür.


AStA Sitzungen sind hochschulöffentlich,
kommt gern vorbei !

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Gemeinsame Erklärung des Allgemeinen Studierendenausschusses und des Studierendenparlaments der HBK Braunschweig – University of Arts

Seit Dienstagabend wird die Blumenstraße 36, welches eines der Ateliergebäude der HBK ist, von ca. 90 Studierenden symbolisch besetzt.

Der AStA der HBK befürwortet die drei unten stehenden Forderungen des "Kollektivs 'Blumenstraßenbesetzung'". Seit einem Jahr haben sich die Studienbedingungen der Studierenden in der HBK immer weiter verschlechtert. Zuletzt wurden am 13.10.2017 von der Präsidentin Vanessa Ohlraun die Nutzungszeiten der Ateliers und Arbeitsräume noch weiter eingeschränkt, so dass nun am Abend und am Wochenende kein arbeiten mehr möglich ist.

Wir fordern:

1. ein nachhaltiges Konzept, wie uneingeschränktes Arbeiten an der
Hochschule für Studierende wieder möglich wird.

2. eine Klärung, wie ein grundsätzlich kooperativer, transparenter und inklusiver Umgang mit allen Hochschulangehörigen an der HBK Braunschweig umsetzbar wird.

3. eine außenstehende Person zur Mediation zwischen den Studierenden und der Hochschulleitung.




AStA und StuPa der HBK Braunschweig am 18.10.2017

asta@hbk-bs.de

stupa@hbk-bs.de


Mittwoch, 26. Juli 2017

Das ist nun doch noch eine Ankündigung für eine Meisterschülerausstellung

der diesjährigen Meisterschüler*innen.


Alice Angeletti, Marlene Bart, Stephan Chamier, Stella Förster, Jan Gerngross, Karin Hollweck, Oskar Klinkhammer, Maria Manasterny, Fides Müller, Sabine Müller, Nicolai Nitsch, André Sassenroth, Christian Scholz, Strahinja Skoko, Christina Stolz, Neha Tekar, Maria Trezinski

Opening: Aug, 19th / 19:00 / Heronymuz http://heronymuz.de/

Closing: Sep, 2nd / 19:00

@ Ihme-Zentum, Hanover


































Sonntag, 16. Juli 2017

Stellungnahme der Studierendenschaft der Hochschule für Bildende Künste
Braunschweig

Fazit zum Protest während des Rundgangs 2017

16.07.2017

Der Protest der Studierenden während des Rundgangs der Hochschule für Bildende Künste 2017 für einen Erhalt bzw. eine Verbesserung der Studienqualität hat ein klares Zeichen gesetzt: 

Wir Studierenden können und sollten ernst genommen werden und sind bereit, für unsere Hochschule einzustehen.


Alle künstlerischen Studiengänge beteiligten sich auf ihre Art, so dass der Protest durch leere, verschlossene oder nur begrenzt zugängliche Räume, Plakate, Infoblätter und explizite inhaltliche Auseinandersetzung überall sichtbar war. In wechselnden Formaten  und Veranstaltungen wurde zum Mitdenken und Mitdiskutieren eingeladen. Die Gespräche mit Besuchenden verliefen meist verständnisvoll und wohlwollend, allerdings stand bei einem Teil des Publikums das Bedürfnis, in Ruhe Kunst zu konsumieren im Vordergrund. Wir sehen dies als symptomatisch für aktuelle Strömungen, in denen der Besuch einer Kunstausstellung immer mehr einem Konsumerlebnis gleichen soll. Es wird hier deutlich, wie wichtig eine Diskussion des Kunstbegriffes innerhalb und außerhalb der Hochschule ist.


In unserem Protest geht es letztendlich um viel mehr als um die Frage nach den Nutzungszeiten. Es geht um eine Haltung, um ein Kunstverständnis, aber auch um das Verständnis von Lernen und Lehren. Oder, wie es in der studentischen Eröffnungsrede des Rundgangs 2017 ausgedrückt wurde: Es geht um die Frage, in welcher Welt wir leben wollen. Unser politisches Handeln und gesellschaftliches Engagement beginnen darum in unserem täglichen Umfeld, wozu in unserem Fall die Kunsthochschule gehört. Wir Studierenden befinden uns dabei in der stärksten, aber auch in der verletzlichsten Position. Wir befürworten nach wie vor den Weg des Dialogs; dieser muss aber erstmal als Selbstverständlichkeit etabliert werden.